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Souveräner Ritter- und Hospitalorden vom Heiligen Johannes zu Jerusalem von Rhodos und von Malta

Order of Malta

Predigten aus der Malteserkirche

  • 16/01/2017

    Christtag 2016 – Annäherung –

    „Er hat bei uns gewohnt.“ Wer? Jesus aus Nazareth. Der Sohn Gottes. „Das Wort“ hat unter uns gewohnt. Da war einer, – und wir haben es gar nicht gemerkt. Wir haben ihn gar nicht gesehen. Wir haben ihn nicht erkannt. Die ganze Zeit nicht.

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  • 11/01/2017

    Dienstag der 2. Adventswoche, 6. Dezember 2016

    Was hören Sie? – „Tröstet, tröstet mein Volk.“ Ist es das? Oder hören Sie „verkündet der Stadt, dass ihr Frondienst zu Ende geht“? In welchem Frondienst stehen Sie? Oder hören Sie „alles Sterbliche ist wie Gras“? Ich bin sterblich. „Die Lämmer trägt er auf dem Arm, die Mutterschafe führt er behutsam.“ Hören Sie vielleicht das? Haben Sie Sehnsucht nach einem, der Sie behutsam durchs Leben trägt? Es gibt so viel zu hören in diesen Worten des Propheten; wie sollen wir da zu einander kommen? Welches Wort trifft Sie und welches trifft mich?

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  • 11/01/2017

    Zweiter Adventsonntag, 4. Dezember 2016

    „Am Ende der Tage“, hieß es letzten Sonntag. Heute heißt es: „an jenem Tag.“ Und gleich noch einmal: „an jenem Tag.“ Die Zukunft also. Aber was löst das aus? Was ist das? Vertröstung? Oder Hoffnung? Ganz sicher sind es Prophezeiungen. Isaias und Johannes, in der Lesung und im Evangelium, sind Propheten. Sie verkünden, was kommen wird, in Visionen, in Träumen… Und wir hier stecken mitten im echten Leben.

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  • 22/12/2016

    Christkönig, 20. November 2016

    Mütter und Väter haben … Macht. Sie sind Machthaber. Wie Sie Ihre Macht ausüben, sanft oder mit Zwang, töricht oder klug, das ist eine andere Sache; dass die Macht der Eltern abnimmt, je älter die Kinder werden, ist eine andere Sache. Aber zuerst einmal haben Eltern Macht: Sie bestimmen, wo ’s lang geht. Macht, das ist die Fähigkeit, auf andere einzuwirken, ohne Kompromisse schließen zu müssen.

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  • 22/12/2016

    33. Sonntag im Jahreskreis (C), 13. November 2016

    „Alles wird niedergerissen“ – „gewaltige Zeichen“ – „vorher aber wird man euch Gewalt antun“ – „Erdbeben“ – „Seuchen und Hungersnöte“ – „Kriege“ – „Aufstände“ – „ihr werdet von allen verachtet.“ Hören Sie dem Evangelium zu? Das sind seine Worte.

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  • 22/12/2016

    Unsere Liebe Frau von Jerusalem, 21. November 2016

    Wo ist die Heimat des Malteser-Ritter-Ordens? Dessen offizieller Name übrigens lautet: „Souveräner Ritterorden vom Hospital des heiligen Johannes von Jerusalem, genannt von Rhodos, genannt von Malta.“ Wo also ist seine Heimat? In Rom, wo seine Regierung sitzt? In Malta, das seinen Namen prägt? in Jerusalem, wo der Orden gegründet wurde vor beinahe eintausend Jahren?

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  • 13/12/2016

    Dienstag der 32. Woche im Jahreskreis, 8. November 2016

    Gott? Den hat noch nie einer gesehen. Das sagt sogar die Bibel. „Niemand hat Gott je gesehen.“ Das steht im Johannes-Evangelium. Na denn. So kann man die Gottesfrage erledigen. Die meisten tun das ja auch; jedenfalls in unserem Kulturkreis hier. Gott ist kein Thema für den durchschnittlichen West-Europäer.

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  • 28/11/2016

    30. Sonntag im Jahreskreis (C), 23. Oktober 2016

    Es gibt Leute, die nie beten. Es gibt eine Menge Leute, die nie wirklich beten. Man kann sein Leben lang, 10.000 Mal, das Vaterunser sprechen ohne zu checken, dass man dabei zu jemandem spricht – „Vater!“ – und ohne je zu bedenken, was man da sagt. „Dein Wille geschehe!“ Es gibt auch die, die beten wie der Pharisäer im Evangelium. Und schließlich die vierte Gruppe. Das sind Menschen, deren Gebet sehr kurz ist. „Gott! Sei mir Sünder gnädig!“

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  • 28/11/2016

    28. Sonntag im Jahreskreis (C), 9. Oktober 2016

    Zehn werden geheilt, neun gehen weiter. Einer gibt Gott die Ehre.Wie viele werden nicht geheilt?
    Jesus begegnet diesen; jenen begegnet er nicht.
    Die einen glauben, die anderen nicht.
    Es gibt Unglückliche, und es gibt Frohe.
    Berge werden und Täler und Meere. Sterne werden und Galaxien.
    Und sie vergehen.
    Die Zeit vergeht.
    Sie sind hier; wir sind zusammen. Aber so viele fehlen uns.
    Wir finden einander und wir werden einander wieder verlassen.
    Da sind Welten, von denen wir nichts ahnen.
    Gibt es die Engel? Was geschieht in den Tiefen der Ozeane?
    Was geschieht im Inneren meines Körpers? Jetzt? Nächste Woche?
    Was wird aus dem Menschen an meiner Seite? Wird er bleiben?
    Was wird aus diesen Kindern werden?
    Da sind Milliarden von vergessenen Menschen. Seit Anbeginn der Welt.

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  • 28/11/2016

    31. Sonntag im Jahreskreis (C), 30. Oktober 2016 „… zu suchen, was verloren ist.“

    Ein abstoßendes Evangelium. Ein riskantes Evangelium. Es erzählt die Geschichte eines kleinen Mannes; eines neugierigen, reichen, unbeliebten, verachteten kleinen Mannes (und natürlich die Geschichte von Jesus). Es endet mit dem Satz „Denn der Menschensohn“ – Jesus – „ist gekommen, zu suchen, was verloren ist.“ Nur, wer räumt schon gerne ein, dass er verloren ist? Verloren sind immer nur die anderen. Verloren – wer würde sich so selbst beschreiben? Dieses Evangelium kann also gar nicht leicht funktionieren; es kann nicht für viele sein. Aber es könnte. Mit ein wenig mehr Realismus, mehr Ehrlichkeit mit sich selbst. Denn auf der schiefen Bahn ist jeder. Wir gehen verloren und verlieren uns. In Konflikten. In Sorgen. In Leidenschaften: in der Gier, in unserem Zorn, im Neid, im Geiz… alles treibt uns weg, irgendwohin, weg von dem, der wir sein könnten. Der Halt schwindet.

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  • 28/11/2016

    Dienstag der 30. Woche im Jahreskreis, 25. Oktober 2016

    Disziplin. Auch beim Lesen der Bibel. Realismus. Auch in Glaubensdingen. Also nicht zuerst: Was meine ich? Was fühle ich? Was wünsche ich mir? Sondern: Was steht da? Die Leute hören z. B. die Lesung dieses Tages: „Ihr Frauen, ordnet euch euren Männern unter…“, und die Leute empören sich. Oder sie triumphieren – „so steht es in der Bibel!“ Oder sie steigen aus: „Schmarren von vorgestern.“ Aber geht es in dieser Lesung wirklich um Frauen und Männer? Ist das die ganze Perspektive des Apostels? Paulus spricht doch auch von der Kirche. Vor allem von der Kirche. Also von jener Gemeinschaft, die aus Frauen und Männern besteht. Frauen und Männer bilden die Kirche. Ihr Haupt ist Christus. Die Kirche ist der Leib Christi. „Heilig soll sie sein und makellos.“ Darum geht es. Männer und Frauen sind gemeinsam Glieder am Leib Christi. Frauen nicht weniger als Männer, Männer nicht weniger als Frauen. Über die Zugehörigkeit zur Kirche führt Paulus die Gleichheit der Geschlechter ein. Sprengstoff!

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  • 17/11/2016

    Fest des hl. Januarius, 19. September 2016

    Nicht viel. Das Übliche: Bischof, Märtyrer, Legenden. Unter dem Kaiser Diokletian, in der frühen Zeit der Kirche, wurde Januarius enthauptet. Er war der Bischof von Neapel. Viel mehr wissen wir nicht. Wir können wieder nur ahnen. Das Übliche also. Das Besondere an Januarius und seinem Fest ist das Befremdliche. Ein Wunder. Ein Wunder, das sich wiederholt, auf Zuruf, an bestimmten Tagen des Kalenders. Da verflüssigt sich das eingetrocknete Blut des Heiligen wieder. Eine gute Frau soll ein paar Tropfen vom Blut des hl. Januarius aufgefangen haben, als sein Haupt zur Erde fiel. Die Ampulle wird im Dom von Neapel bewahrt. Das berühmte „Blut-Wunder“ ist seit dem 14. Jht. bezeugt. Da kann man leicht sagen „Mittelalter“ und „Volk“ und „Italien“. Man sagt es in der Regel herablassend und argwöhnisch. Noch ein Beweis für die rückständigen Machenschaften der katholischen Kirche. Nichts auf dieser Welt ist zweifelhafter als sie.

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  • 17/11/2016

    Fest der Enthauptung Johannes des Täufers, 29. August 2016

    Die Bilanz allein der letzten acht Tage aus der Sicht eines Landpfarrers: ein heiteres Pfarrfest mit Schnitzerl und bayerischem Bier. Gestern eine Taufe mit singenden Kindern, Seifenblasen, herzförmigen Kuchen und Gitarren. Und heute? Die Enthauptung Johannes des Täufers. Sogar das Fest seiner Enthauptung. Ist das nicht typisch für die Kirche? Für die Religion überhaupt? Zerstörung aller Leichtigkeit? Gehören Religion und Gewalt doch zusammen? Haben Gläubige eine geheime, perverse Lust an Blut und Tod? Für den mittleren Bildungsbürger, der christliche Kunst kommentiert, schon lange keine Frage mehr…

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  • 17/11/2016

    Fest Maria Königin, 22. August 2016

    Heute das Fest Maria Königin. Aber es funktioniert nicht. Beides funktioniert nicht, „Maria“ nicht und „Königin“ nicht. Vielleicht bei den Hartgesottenen oder den Gedankenlosen. Alle anderen hören „Maria“ und „Königin“ – und steigen aus. Königinnen, das sind heute die, die winken. Und Maria? Das sind, für die da draußen, zu viele schlechte Bilder, zu viele zu fromme Reden. Nichts für Menschen aus der Welt von heute; nichts für Männer.

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  • 17/11/2016

    Fest der Hll. Kosmas und Damian, 26. September 2016

    „Die Silberlosen.“ So der Beiname der Märtyrer Kosmas und Damian. „Die Silberlosen“, weil die beiden Ärzte die Menschen unentgeltlich behandelten. Nicht weil Kosmas und Damian reich waren und auf die Einnahmen verzichten konnten, sondern um der Richtigkeit willen: Sie spürten, dass nicht sie heilten, sondern Christus. Wie also sollten sie gerechterweise Geld verlangen? Kosmas und Damian: richtige Männer.

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Souveräner Malteser Ritterorden

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